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Freelancer vs. Werbeagentur

Vorteile einer Werbeagentur

Vorteile eines Freelancer

Nachteile eines Freelancer

Nachteile einer Werbeagentur

Fazit

 

Die Werbebranche ist groß und hart umkämpft. Als potenzieller Kunde, der mit einem Auftrag lockt, hat man da schnell die Qual der Wahl. Soll man den Auftrag lieber einer Werbeagentur oder einem Freelancer erteilen? Was sind die Vorteile einer Werbeagentur bzw. eines Freelancers? Oder entscheidet am Ende doch nur der Preis?

 

Vorteile einer Werbeagentur

Eine Werbeagentur, eine sogenannte Full-Service Agentur, bietet wie der Name schon sagt, ein vergleichsweise breites Spektrum an Serviceleistungen an. Es finden sich viele Spezialisten für diverse Fachrichtungen wie Corporate Design, Print, Webdesign, Text, Marketing etc. unter einem Dach. So erhält man das komplette Paket aus einer Hand. Meist werden dann die unterschiedlichen Teilbereiche eines Projektes von unterschiedlichen Mitarbeitern übernommen und gebündelt als Endergebnis dem Kunden vorgelegt.

Ein weiterer Vorteil von Agenturen gegenüber einem Freelancer ist die Gewissheit, dass ein Auftrag auch wirklich ohne Verzögerung zu Ende geführt wird. Schnell kann im Krankheitsfall ein anderer Mitarbeiter einspringen und den Job übernehmen. Dies ist bei Freiberuflern leider nicht so einfach möglich.

Werbeagenturen können durch ihre hohe Mitarbeiterzahl auch sehr große bzw. komplexe (für die viele Spezialisten benötigt werden) Aufträge bearbeiten. Auch ich kann im Kollegenkreis auf andere Freelancer aus anderen Fachbereichen zurückgreifen, bei einer Agentur passiert dies jedoch alles inhouse.

 

Vorteile eines Freelancer

Ein sehr großer Vorteil von Freelancern gegenüber Agenturen ist der direkte Kontakt zum Kunden. Mit einem Freelancer hat man direkt den Menschen vor sich, der den Auftrag abwickeln wird. Gleich am Anfang können beidseitig wichtige Verständnisfragen geklärt werden, man kann seine Ideen, Vorstellungen und Wünsche äußern und erste mögliche Lösungsansätze können abgeklopft werden.

Auch sind die Kommunikationsweg wesentlich kürzer. Der richtige Ansprechpartner muss nicht erst lange gesucht werden, d.h. im Falle des Falles kann schnell gehandelt und das Problem behoben werden.

Des Weiteren arbeiten Freelancer auf eigene Rechnung. Ihr Honorar ist meist niedriger, da sie in der Regel auch keine großen Büros finanzieren müssen oder sonstige hohe Fixkosten, wie zum Beispiel Gehälter zu zahlen haben.

 

Nachteile eines Freelancer

Oftmals heißt es, dass das Endergebnis wirklich sehr gut werden muss und man sich deshalb lieber an die Agentur wendet. Frei nach dem Motto: »Was nix kostet, ist auch nix!«. Eine sehr interessante These. Aber auch Werbeagenturen können schlechte Arbeit abliefern – schließlich sitzen da ja auch nur Menschen. ; ) Bei mir ist es so, dass ich seit Beginn meiner Freiberuflichkeit viel mehr Ehrgeiz entwickelt habe, mich in verschiedene Fachbereiche reinzufuchsen und zu spezialisieren, als ich es vielleicht früher in der Anstellung getan hätte. Ich glaube Freiberufler sind viel bedachter darauf eine gute Arbeit abzuliefern, da sie ja selber dafür geradestehen müssen.

Auch gilt es zu beachten, dass auf jede Rechnung, die von einem Freiberufler kommt, eine Künstlersozialabgabe von ca. 5 % vom Nettobetrag fällig werden kann. Die Künstlersozialkasse ist ein Teil der gesetzlichen Sozialversicherung und ermöglicht Freischaffenden einen Zugang zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Hierzu kann die Künstlersozialkasse selbst, oder die Steuerberatungskanzlei informieren.

 

Nachteile einer Werbeagentur

Natürlich kann es auch Nachteile bringen, mit einer Werbeagentur zusammenzuarbeiten. Dies kann schon beim Briefing anfangen. Meist sitzen einem nicht die eigentlichen Personen gegenüber, die später dann den Auftrag umsetzen werden. So kann es passieren, dass durch lange Kommunikationswege in der Agentur, die Informationen, die vom Kunden kommen verwässern oder wie bei der »Stillen Post« gar ganz untergehen.

Ein weiterer Nachteil einer Werbeagentur sind weitaus höhere Stundensätze als ihn vielleicht ein Freiberufler aufrufen würde. Laut iBusiness Honorarleitfaden ist das Honorar eines Freelancers bis zu 17% geringer, als das einer Agentur. Dazu kommt, dass Freelancer manchmal zusätzlich von der Agentur engagiert werden, die dann unter White-Label Flagge den Auftrag abwickeln. Die geleistete Arbeit wird dann mit dem Stundensatz der Agentur abgerechnet. Somit kostet das gleiche Endergebnis für den Kunden am Ende mehr, als wenn der Freelancer direkt beauftragt worden wäre.

 

Fazit

Die richtige Entscheidung zu treffen, kann unter Umständen gar nicht so einfach sein. Sicher spielen die persönlichen Präferenzen und auch die Komplexität des Auftrages selbst eine entscheidende Rolle, ob eine Werbeagentur oder ein Freelancer die richtige Wahl ist. Muss in kurzer Zeit ein großes Vorhaben gestemmt werden, das viele Fachbereiche in Anspruch nimmt, ist sicher eine Werbeagentur der richtige Ansprechpartner.

Aber egal wie am Ende die Entscheidung ausfällt, bei jeder Art der Zusammenarbeit ist es wichtig, dass die Wellenlänge bzw. die Chemie stimmt. Kreative Projekte gelingen nur, wenn man als Dienstleister versteht, was die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden sind und diese entsprechend umsetzen kann. Eine reibungslose Zusammenarbeit ist die Vorrausetzung für ein perfektes Endergebnis. ; )

Vielen Dank für’s Vorbeischauen. Hast du Fragen zu meinem Portfolio oder Serviceleistungen, schreibe mir einfach eine E-Mail an hallo@pixarista.de.

Bis zum nächsten Mal.

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